Was ist ein Schamlippenspreizer und wie benutze ich ihn?

Von Henning

Schamlippenspreizer sind nicht allzuweit verbreitet und es gibt immer noch viele Menschen, die nicht wissen, was das eigentlich ist und was man damit machen kann. Der ein oder andere hat sicher schon mal davon gehört, sich aber nicht weiter mit beschäftigt oder den Sinn dahinter nicht ganz verstanden.

Vielleicht hat man ihn auch schon gesehen, aber nicht eindeutig als Sextoy identifiziert. Kein Wunder, sieht er auch nicht wirklich nach einem klassischen Spielzeug aus.

Darum hab ich’s mir heut zur Aufgabe gemacht, das Mysterium aufzulösen.

Was macht ein Scharmlippenspreizer?

Eigentlich ganz einfach: Er spreitzt die Schamlippen. 😉

Und was soll das Ganze?

Nun, zum einen erhält Man(n) einen tiefen Einblick in die Welten der Weiblichkeit. Manche Männer finden das hoch erotisch. Im Idealfall stimuliert zusätzlich die eingeführte Wölbung des Toys den G-Punkt der Trägerin.

Wer sich das nur schlecht vorstellen kann, der findet hier eine sehr schöne, aufklärende Illustration.

Außerdem legt der Schamlippenspreitzer die Klitoris frei, so dass man diese mit der Zunge ungestört verwöhnen kann und die Schamlippen vorher nicht von Hand zur Seite schieben muss. Die Klit wird dadurch auch beim Akt an sich stärker gereizt; mag nicht jeder, kann aber ein tolles Gefühl sein.

 

Schamlippenspreizer von Lumunu

Der Schamlippenspreizer von Lumunu

 

Dabei sei gesagt, liebe Männer: Stürzt euch bitte nicht ganz ohne Vorwarnung direkt auf die Klitoris und stimuliert die wie irre. Das mögen die meisten Frauen überhaupt nicht.

Je nachdem wie der Spreizer sitzt, kann beim Sex der Penis des Mannes an ihm reiben und somit für noch mehr Stimulation sorgen.

 

Woraus besteht ein Scharmlippen Spreizer und wie wird er benutzt?

Nun, meist ist er aus Silikon gefertigt und somit sehr flexibel. Es gibt ihn aber in vielen verschiedenen Farben, Forben und Materialen. Ich habe auch schon welche aus Edelstahl gesehen, die vmtl. eher im BDSM-Bereich zum Einsatz kommen; oder bei „Doktorspielchen“.

Der Scharmlippen Spreizer wird ganz einfach auf den Venushügel aufgesetzt; die beiden Ärmchen des Toys erfüllen dabei den Hauptjob und halten die Schamlippen auseinander. Bei einigen Modellen wird dann ein anderer Teil in die Vagina eingeführt, um zusätzlich den G Punkt zu stimulieren. Dieser Part ist dann teilweise auch noch mit einer Vibrationsfunktion ausgestattet. Die Rillen am Toy sorgen dann wie bereits erwähnt für eine zusätzliche Stimulation des besten Stücks des Mannes.

Theoretisch lässt sich der Spreizer auch für den Analbereich anwenden um das Eindringen zu erleichtern; hiermit hab ich persönlich aber noch keinerlei Erfahrung.

Viele der Silikontoys haben im Inneren einen Metallkern, der vom Silikon ummantelt ist. Dieser sorgt dafür, dass das Toy zwar nach Wunsch zu verbiegen ist, dann aber auch seine Form behält.

In diesem Video von Lumunu siehst du schön, wie das dann in der Realität aussehen kann. Den dort gezeigten Schamlippenspreizer gibt’s übrigens hier.

 

 

Ich persönlich bevorzuge immer entsprechende Toys ohne Vibration, da ich zum einen mit Vibration nicht viel anfangen kann und zum anderen diese 100% wasserfest sind; was man bei Vibratoren nicht immer behaupten kann.

Außerdem bin ich ein großer Fan von Silikon, da das eine der wenigen Materialien ist, dass ich zu 100% vertrage; bei anderen bin ich mir da nie so sicher. Außer Glas und Edelstahl; damit hab ich ebenfalls keine Probleme.

Nicht jeder findet direkt beim ersten Modell seinen Lieblings-Spreizer; vorallem weil sich die Anatomie von Frau zu Frau teils stark unterscheidet. Daher sollte man sich vorab ausreichend informieren und beim Kauf u.a. auf folgendes achten:

  • Material
  • Länge & Durchmesser
  • Vibrationsfunktion
  • Flexibilität
  • Einsatzmöglichkeiten
  • Preis

In der Regel ist das Toy nicht allzuteuer, ist die Technik ja auch nicht besonders aufwendig. Legt man für einen guten Vibrator schon mal gut und gerne 100 € und mehr hin, kommt man bei einem Scharmlippernspreizer meist unter 20€ gut weg.

Weil er so klein ist, lässt er sich auch wunderbar platzsparen verstauen.

Ich persönlich finde es durchaus spannend, das Ding beim Sex einzusetzen, würde aber es nicht jedes Mal tun, da es mich meist in meinem Flow stört. Ist so in etwas wie ein Gummi, das erstmal gesucht und übergezogen werden muss.

Ich hab auch einige Male gebraucht, bis das Ding so gesessen hat, dass es mir und meinem Partner mehr Spaß bereitet hat.

Der Schamlippenspreizer, den ich habe, lässt sich sogar während dem eingeführten Zustand noch nach Lust und Laune verbiegen, was mir sehr entgegenkommt.

Tatsächlich drückt das Toy bei jedem seiner Stöße zielgenau auf meinen G-Punkt, was micht recht schnell auf Touren bringt. Ich bin froh, diese Erfahrung gemacht zu haben und kann jedem nur empfehlen, sowas mal auszutesten. Ist ja schließlich keine große Investition. 🙂

Mein Spreader ist super leicht unter fließendem Wasser zu reinigen, ist bis heute nicht ausgeleihert und kommt übrigens so alle 2,3 Monate mal zum Einsatz.

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